Vergangene Schlosskonzerte

Die Schwarzenberger Schlosskonzerte gibt es seit dem Jahr 1973 unter der Schirmherrschaft der VHS Neustadt/Aisch. Rund 20 Jahre später, 1992, kam als Unterstützer der Förderverein der Schwarzenberger Schlosskonzerte e.V. hinzu – dieser organisiert bis heute die Konzerte.
Der erste künstlerische Leiter, Fabian Kern, und der Förderverein unter dem Vorsitz von Dr. Benno Bullita setzten damals einen hohen qualitativen Standard. Dieser wurde und wird auch von den Nachfolgern im Vereinsvorstand Bernd Peter Niessen, Peter Stahl und aktuell Dr. Martin Holzapfel mit den künstlerischen Leitern Alexander Brezina und (bis heute) Marcus Marr fortgesetzt.
Was sich jedoch deutlich verändert hat, ist die Vielfalt des Programms – entdecken Sie hier selbst den Wandel unseres Programms in Auszügen!

Konzerte aus dem Jahr 2020

Samstag, 15. Februar 2020 | 19.30 Uhr
Eintrittspreis: 15.00 €
 (ermäßigt: 13.00 €)

„Trio Unicorno“

Roxane Boivin / Horn
Alexander Zeiher / Geige
Stephan Eitel / Klavier

Werke von Frederic Duvernoy, Eric Ewazen, Johannes Brahms

Das Horn, das wie kein zweites Instrument musikalisch und klang-farblich mit der fast mystischen Verklärung des Waldes als Ort geheimster und zugleich tiefster und dunkelster Empfindungen in der deutschen Romantik verbunden ist, erhält in der Kammermusik nur selten die Möglichkeit zur vollen Entfaltung. Tief greift man in die große Kiste der Kammermusik, um für die Besetzung Horn- Violine-Klavier fündig zu werden. Und immer wieder sticht ein Werk besonders hervor, das bekannteste und zugleich berühmteste Werk dieser Gattung: das Horntrio von Johannes Brahms.

Bevor dieses jedoch nach der Pause erklingt, beginnt das Konzert des „Trio Unicorno“ mit dem ersten Trio des in der Klassik beheima- teten Franzosen Frederic Duvernoy, der Hornist in Paris war und diese Stücke wohl in erster Linie für den Eigengebrauch schuf.
Das Horntrio des 1954 geborenen Amerikaners Eric Ewazen ist stark von Samuel Barber, Aaron Copland, Bela Bartok und Bernstein beeinflusst. Der Komponist deckt mit seinem Œuvre als komponistisch flexibler "Allrounder" alle erdenklichen musikalischen Gattungen ab.

Die Musiker des Trios Unicorno sind allesamt erfahrene und zum Teil preisgekrönte Berufsmusiker.

Samstag, 21. März 2020 | 19.30 Uhr
Eintrittspreis: 15.00 €
 (ermäßigt: 13.00 €)

Norbert Nagel Quartett: „Lieblingslieder“

Norbert Nagel / Klarinette, Saxofon und Klavier
Andreas Blüml / Gitarre
Norbert Gabla / Bandoneon
Sebastian Klose / Kontrabass

Lieblingslieder

Wenn es um die Schnittpunkte von Musikstilen geht, öffnet Norbert Nagel Musikkosmen in feinsten Klangnuancen. Am Vormittag Big Band Probe, am Abend Bolero in der Philharmonie, am nächsten Tag eine Hommage an Piazzolla: kaum ein Musiker ist so vielseitig wie er. Er gewann zahlreiche Preise: beim ARD Musikwettbewerb, bei Kammermusikwettbewerben in Japan und Italien, sowie der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Er arbeitet mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, der Bayerischen Staatsoper München, den Berliner und Münchner Philharmonikern unter der Leitung von Dirigenten wie Kirill Petrenko, Valery Gergiev, Sir Simon Rattle oder Zubin Mehta zusammen. Auf mehr als 200 Tonträgern ist Norbert Nagel zu hören, unter anderem Hans Zimmers „Das Geisterhaus“ und Lou Begas „Mambo Nr. 5“. Auf der Bühne spielte er mit internationalen Größen wie Till Brönner, Dominic Miller, Caterina Valente oder Al Martino. Als langjähriger Begleiter und Produzent von Sängern wie Konstantin Wecker oder dem Wiener Tom Haydn, heimste er für seine Werke nicht nur den Troubadour- Preis ein, sondern tourte durch ganz Europa.

Seine persönlichen Lieblingsstücke und -lieder kommen somit verständlicherweise aus den unterschiedlichsten Genres und Musikrichtungen. Selten lässt sich Musik als universale Sprache besser begreifen, als wenn man Nagel durch seine persönlichen Geheimtipps und Evergreens begleitet.

Samstag, 9. Mai 2020 | 19.30 Uhr
Eintrittspreis: 15.00 €
 (ermäßigt: 13.00 €)

Liederabend

Sebastian Köchig / Tenor
Michael Lörcher / Klavier

Franz Schubert: „Die schöne Müllerin“, Johannes Brahms: „Vier ernste Gesänge“

Sebastian Köchig hat an der Hochschule für Musik Würzburg bei Ingeborg Hallstein und Cheryl Studer studiert. Er setzte sein Studi- um an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien fort. Von 2011 bis 2012 war er am Mainfrankentheater Würzburg enga- giert, danach am Staatstheater Darmstadt. Seit September 2013 ist er am Staatstheater Nürnberg fest engagiert.

Der vielgefragte Lied- und Konzertsänger ist immer wieder in den großen Kirchen Wiens und Münchens als Solist zu hören. Auch war er bereits mehrfach im Rahmen von Rundfunkübertragungen zu erleben. Er konzertierte im Wiener Konzerthaus und dem Wiener Musikverein und gastierte mehrmals beim Mozartfest Würzburg.
Er arbeitete bereits mit renommierten Orchestern, wirkte in zahlrei- chen Opern- und Operettenproduktionen mit, bereist mit einem Chansonprogramm mit Werken Georg Kreislers den gesamten deutschsprachigen Raum. Im November 2010 war er Meisterschüler bei einer Meisterklasse von Peter Schreier im Wiener Musikverein.

Michael Lörcher wurde nach dem Klavierstudium an den Musik- hochschulen in Frankfurt, München und Karlsruhe hauptamtlicher Dozent an der Berufsfachschule für Musik in Bad Königshofen. In zahllosen Konzerten im In- und Ausland erwarb er sich den Ruf eines herausragenden Konzertpianisten und Klavierbegleiters. Gemeinsam widmen sich die renommierten Musiker als Duo zwei der bedeutendsten Liederzyklen der romantischen Epoche.

Samstag, 26. September 2020 | 19.30 Uhr
Eintrittspreis: 15.00 €
 (ermäßigt: 13.00 €)

Klavierduo Chen Fu & Xiaoxue Zhou

Chen Fu / Klavier
Xiaoxue Zhou / Klavier

Festliches Konzert anlässlich des 85. Geburtstages des Komponisten Hans-Günther Allers

Der in Hamburg geborene und seit bald dreißig Jahren in Franken lebende Komponist Hans-Günther Allers lernte die Solisten des Abends 2017 an der Robert-Schumann-Hochschule für Musik in Düsseldorf kennen und schätzen. Dort sorgten die beiden Pianisten Chen Fu und Xiaouxue Zhou mit der Uraufführung von Allers' PAGANISSIMO op. 122 für Klavier zu vier Händen für Furore an den Tagen der Klaviermusik 2017.

Mit diesem Werk und weiteren von Allers, aber auch von Bizet, Prokofjew und Liszt wird das inzwischen bekannte Klavierduo, das vierhändig aber auch solistisch auftritt und eigens zu diesem Anlass aus Shanghai angereist kommt, das Scheinfelder Publikum erfreuen.

Samstag, 14. November 2020 | 19.30 Uhr
Eintrittspreis: 15.00 €
 (ermäßigt: 13.00 €)

Steinquartett

Ralf Brösamle / Violine
Anja Schlundt / Violine
Meike Beyer / Viola
Martina Styppa / Cello

»The Great Britain Connection« – Werke von Joseph Haydn, Arthur Bliss, Felix Mendelssohn-Bartholdy, Arthur Sullivan

Das Steinquartett bereichert seit 2015 das Musikleben im fränkischen Raum. Der Würzburger Stein ist eines der Wahrzeichen Würzburgs – weithin sichtbar und durch seine einzigartige sonnige Lage prädestiniert für hohen Genuss. Das Steinquartett lässt die Quartettliteratur mit dem Feuer, der Spritzigkeit, aber auch der Intimität und Harmonie, die der Würzburger Stein hervorbringt, erklingen und die Zuhörer an diesem Genuss teilhaben. Die Formation legt bei ihren Auftritten besonderen Wert darauf, dem Publikum neben klassischen Kompositionen auch Werke zeitgenössischer Komponisten zu präsentieren.

„The Great Britain Connection“ sucht und findet musikalische Ver- bindungen zwischen dem europäischen Festland und der englischen Insel. Viele Komponisten des Festlandes fanden Inspiration in Groß- britannien, genauso wie englische Komponisten die Musikszene im zentralen Europa bewunderten. Joseph Haydn, der Vorreiter der Quartettliteratur, feierte große Erfolge in London. Felix Mendelssohn Bartholdy fand die Inspiration für sein Streichquartett op. 12 bei einem Aufenhalt in England. Mendelssohn zu Ehren wurde 1856 erstmals der nach ihm genannte Kompositionswettbewerb in London ausgetragen. Der erste Gewinner dieses Wettbewerbes war der damals 14-jährige Arthur Sullivan. Mit Sullivan lebte die Musikkultur der briti- schen Komponisten auf. Einer der Nutznießer war Arthur Bliss, der das Glück hatte, nach dem 1. Weltkrieg lebend das europäische Festland zu verlassen und so seine Komponistenkarriere fortzusetzten und die Ehre hatte 1953 Master of Queens Music zu werden.

Veranstalter der Konzerte:
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